Die heutige Entwicklung der Magazine

Die Liste der in Deutschland verlegten Magazine ist lang. Aus einer Statistik von Ende 2017 geht hervor, dass in diesem Geschäftsjahr über 1.600 Publikumszeitschriften ihre Ausgaben veröffentlicht haben. Im Gegensatz dazu waren es 20 Jahre zuvor noch circa 550 Magazine weniger, obwohl in den letzten Jahren der Online-Markt eine immer wichtigere Rolle, auch für die Vermarktung von Magazinen und Zeitschriften, einnimmt. Obwohl die Zahlen mit 85,85 Millionen verkauften Auflagen der Publikumszeitschriften alles andere als schlecht aussehen, steigt allerdings auch die Zahl der Leser, die von den typischen Magazinen Abstand nehmen und lieber die elektronische Alternative benutzen. Laut der digitalen Leseplattform Readly gehen aus einer von der Plattform durchgeführten Umfrage einige Erkenntnisse hervor, die die Beweggründe weg vom normalen Magazin und hin zum e-Zine erklären könnten.

Die Auswertung der ersten Frage des Reports lässt schon darauf schließen, in welche Richtung die Entwicklung der Magazine in der heutigen Zeit gehen wird. Denn mit 96,61 Prozent gaben die Befragten an, dass digitales Lesen ihr Leben verbessert habe.

Alleine diese Feststellung zeigt deutlich, dass für die Mehrheit der Leser der klassische Magazin-Konsum für die heutigen Möglichkeiten zu umständlich geworden ist und die technische Entwicklung sich nicht hat bremsen lassen, um auch diese Branche zu verändern und praktischer zu gestalten.

Auf die Nachfrage, warum digitales Lesen das Leben verbessert habe, waren wieder zwei praktische Aspekte ganz vorne mit dabei. Zum einen haben über 75 Prozent angegeben, dass sie aufgrund der digitalen Leseangebote mit abwechslungsreicheren Inhalten versorgt sind, weshalb es nicht mehr nötig ist, Unmengen an Magazinen mit sich zu führen, weil alles, was benötigt wird, ja schon auf dem Gerät gespeichert ist. Zum anderen gaben über 70 Prozent der befragten Leser an, dass der Transport um einiges einfacher geworden ist und, wie gerade schon angesprochen, nicht unzählige Magazine mitgenommen werden müssen, um auch unterwegs den Wissensdurst zu stillen.

Darüber hinaus gab die Umfrage Aufschluss darüber, dass ungefähr 90 Prozent der digitalen Leser die online Angebote nutzen, um sich zu informieren, und 61 Prozent die Dienste gebrauchen, da dies eine gute Art ist, um Neues zu lernen. Wenn man sich diese Zahlen anschaut, verwundert es auch nicht, dass circa 85 Prozent angeben, dass sie hauptsächlich fachspezifische Magazine konsumieren, die ihren Interessen entsprechen und eher ein geringerer Teil digital liest, der lieber kleinere Artikel konsumiert, die weniger zeitaufwendig sind, als der typische Inhalt eines Magazins.

Neben der von Readly veröffentlichten Umfrage gibt es auch Informationen, die den digitalen Kiosk selbst betreffen, der innerhalb Deutschlands mit über 22 Millionen gelesenen digitalen Magazinen einen großen Erfolg verbuchen kann.

In den Online-Anbieter, dessen Zahl der gelesenen Magazine innerhalb Deutschlands im Vergleich zum Vorjahr um 130 Prozent zunahm, stecken Nutzer monatlich um die sieben bis acht Stunden Lesezeit. Dabei bevorzugen die Leser vor allem Tablets, auf dessen Nutzung 89 Prozent fallen. Nur elf Prozent der Readly Nutzer bevorzugen dabei ihr Smartphone.

Auffällig ist außerdem, dass die bevorzugten Magazine bei Readly nicht mit den gedruckten Exemplaren übereinstimmen. Obwohl im Kiosk am häufigsten nach der Apotheken-Umschau und der ADAC Motorwelt gegriffen wird, sind mit der inTouch und der Computerbild zwei andere Magazine die Zugpferde des Online-Dienstes. Dabei macht das Frauenmagazin inTouch mit zwölf Prozent der gesamten Readly Nutzung den größten Teil aus. Dicht gefolgt von der Computerbild, die mit elf Prozent das meistgelesene Männermagazin ist und am zweithäufigsten Aufrufe bei Readly generiert hat.

Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob Sie sich lieber für die Online-Nutzung entscheiden oder beim Klassiker bleiben.