Offline oder lieber online Magazin?

Dank des technologischen Fortschritts der vergangenen Jahrzehnte und den Möglichkeiten die das Internet bietet, beginnen Printmedien langsam von der Bildfläche zu verschwinden. Die Zahlen der immer weniger verkauften Zeitungen und Magazine sind ein Indiz dafür, dass das gedruckte Wort dem Konsumenten nicht mehr so viel wert ist wie noch vor einigen Jahren. Allerdings schauen die großen Unternehmen der Print Branche diesen Entwicklungen nicht tatenlos zu, sondern bieten inzwischen auch auf sehr erfolgreiche Art und Weise ihre Artikel im Internet an. Unter anderem sind die FAZ oder auch Computerbase Beispiele dafür, wie der Übergang vom reinen Magazin, beziehungsweise der reinen Zeitung, vonstattengehen und als online Präsenz aussehen kann.

Die Vorteile bei diesem Vorgehen liegen dabei auf der Hand. Da sich in der heutigen Zeit der Großteil des zu erreichenden Publikums im Internet aufhält, ergibt es für die Verlags Sinn, online erreichbar und konsumierbar zu sein. Auch um die sinkenden Zahlen der händischen Verkäufe zu kompensieren, sind einige Verlage scheinbar schon dazu gezwungen, ihr Angebotsspektrum zu erweitern.

Aber nicht nur die unternehmerische Seite kann durch die erweiterte Präsenz profitieren. Auch die Käufer, die in der Vergangenheit jedesmal aufs neue auf ihr einmal im Monat erscheinendes Magazin warten mussten, können dadurch ihre präferierten Magazine und Zeitschriften zu jeder Zeit lesen und sind nicht mehr an einmalige Veröffentlichungen gebunden. Außerdem ist die Technik heutzutage schon soweit, dass sie mehr als eine Ausgabe ihrer Lieblingszeitung mithilfe ihres Smartphone oder ähnlichem Gerät transportieren können. Dass bedeutet dass der treue Leser eines Magazins auf Reisen oder im Urlaub nur darauf beschränkt ist wie viele Ausgaben er schafft zu lesen und nicht darauf, wie viele er mitnehmen kann. Dabei ist das nur eins der vielen praktischen Probleme die der Kauf eines Magazins mit sich bringt und die infolge der technischen Erneuerungen gelöst wurde.

Da Magazine, Zeitungen und andere literarische Printmedien ihre Anhängerschaft aber nicht durch ihren praktischen Konsum, sondern mit ihrem Inhalt und ihrer Beschaffenheit, gewonnen haben, gibt es auf der anderen Seite auch Leser, welche die neuen Entwicklungen ablehnen und nicht zu E-Magazinen greifen würden, selbst wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Neben der Beschaffenheit der einzelnen Zeitungen oder Magazinen ist den immer weniger werdenden offline Lesern, neben dem Inhalt, immer noch wichtig beim Lesen auf ein Blatt Papier zu schauen, anstatt auf ein Gerät, welches in der Regel sowieso schon den ganzen Tag über benutzt wird. Daran wird der Stellenwert, der Printmedien, den sie für viele Menschen immer noch innehaben, deutlich.

Außerdem ist ein weiterer Kritikpunkt, den viele händische Leser an den online Auftritten der großen Seiten haben, dass Artikel wie auch andere Texte zu kurz gehalten werden und zu sehr von einer kurzen Aufmerksamkeit des Lesers ausgegangen wird. Wohingegen die gedruckte Form einer Ausgabe eher vermittelt ein Thema in vollem Umfang zu durchleuchten und auch eher dazu einlädt sich über eine bestimmte Sache ausführlich Gedanken zu machen, wobei bei online Medien immer die Gefahr besteht durch eine Push Nachricht oder sonstigen Störungen abgelenkt zu werden.

Deswegen sollten sie sich vor dem nächsten Besuch bei einem Zeitungsladen in ihrer Nähe Gedanken dazu machen, was sie von einer Zeitung oder einem Magazin erwarten. Außerdem sollten sie für sich die Frage klären ob sie Magazine nur noch aus nostalgischen Gründen und wegen der einzigartigen Beschaffenheit oder aufgrund der Vorteile die diese im Gegensatz zu den online Seiten haben, erwerben.